Einige Fotos aus meinem Abschlussprojekt, deren Bildsprache ich nun eventuell fortführen möchte.
Mögliche Motive/Themen:
Angst
Kontrolle
Freiheit
Isolation
Menschlichkeit/Entmenschlichung
Gehorsam
Konformismus
Macht
Manipulation
Hier kommen drei aktuelle Landscapes.
Oran ist der Handlungsort des Romans “Die Pest”von Albert Camus von 1947, der wirklich interessante Parallelen zur Gegenwart aufweist und, wie ich finde, immer noch sehr lesenswert ist. Hab ihn gerade nach Jahrzehnten wiedergelesen und finde ihn unerhört dicht und seltsam zeitlos.
Landscape Cuba bezieht sich auf den Begriff der “Brinkmanship”, einer (politischen) Spieltechnik, bei der man den Gegner an den Rand des Abgrunds führt und darauf spekuliert, daß er die Nerven verliert und nachgibt.
So geschehen während der Cuba Krise 1962 zwischen USA und UDSSR undso geschehen in der letzten Woche zwischen Laschet und Söder…
Auch in der Präfektur Fukushima herrscht Frühling.
Trotz Verstrahlungshorror wurde hier unlängst das olympische Feuer entzündet, wie beruhigend…
Hier wie zuletzt angedeutet die Ausstellung, die sich nur um Worte (= Wortketten und einzelne Begriffe) dreht und heute von uns aufgebaut wurde. Wobei aufgebaut etwas übertrieben ist, denn hingelegt würde mehr stimmen. Zu betreten ist ist die show wie so vieles nicht, aber im Netz, Homepage und Instagram werden täglich neue Bilder hochgeladen. Hier eine kleine Kostprobe …
Ongoing process. Ich habe die Postkarten nochmal alle überarbeitet, indem ich zum Abschluss jeweils fünf kleine Kreuze über die Bilder gelegt habe. Dieses “Target-Layer” schafft eine neue visuelle Distanz zum Motiv, die in etwa meinem Gefühl von Auffinden und Aufrufen der jeweiligen Themen und Inhalte in meinem inneren Archiv entspricht.
Der Trüffel ist ein Stück Natur, gebaut mit Erde, voller Luft. Ein Raum in einem Stein, der auf dem Boden sitzt und mit dem Territorium verschmilzt. Er tarnt sich, indem er in seiner Struktur die Prozesse der Mineralbildung nachahmt, und integriert sich in die natürliche Umgebung, indem er sich an deren Gesetze hält. Um es zu bauen, haben wir ein Loch in den Boden gegraben und an seinem Rand den abgetragenen Mutterboden aufgeschüttet, so dass wir einen Rückhaltedamm ohne mechanische Konsistenz erhielten. Dann materialisierten wir die Luft, indem wir ein Volumen mit Heuballen aufbauten und den Raum zwischen der Erde und der aufgebauten Luft fluteten, um sie zu verfestigen. Der gegossene Massenbeton umhüllte die Luft und schützte sich mit dem Erdreich. Die Zeit verging und wir entfernten die Erde und entdeckten eine amorphe Masse. Die Erde und der Beton tauschten ihre Eigenschaften aus. Das Land gab dem Beton seine Textur und Farbe, seine Form und sein Wesen, und der Beton gab der Erde seine Stärke und innere Struktur. Aber was wir geschaffen hatten, war noch keine Architektur, wir hatten einen Stein fabriziert. Wir machten ein paar Schnitte mit Steinbruchmaschinen, um seinen Kern zu erforschen und entdeckten seine Masse im Inneren, die aus Heu gebaut war und nun durch den hydrostatischen Druck, den der Beton auf die fadenscheinige pflanzliche Struktur ausübte, zusammengedrückt wurde. Um das Innere zu leeren, kam das Kalb Paulina und genoss die 50 m3, von denen sie sich ein Jahr lang ernährte, bis sie ihren Lebensraum verließ, bereits als Erwachsene und mit einem Gewicht von 300 Kilogramm. Sie hatte das Innenvolumen aufgefressen, und es entstand zum ersten Mal Raum, der den architektonischen Zustand der Trüffel wiederherstellte, nachdem sie lange Zeit ein Unterschlupf für das Tier und die Pflanzenmasse gewesen war.
Dazu gibt es auf YouTube diesen making off clip
Das sind Vokabeln, die ich von jeher als Fremdworte empfand, das meint für meine Befindlichkeit. Ich neige und neigte immer schon zur inneren und äusseren Verschwendung der Ressourcen. Man hört davon aber immer öfter in dieser Zeit und heute sah ich es auf einer grossen Billboard-Werbetafel, die beim näheren Lesen eher damit zu tun hatte, die Leute zu schützen und von der Straße zu holen. Was mich dazu trieb, diese Worte als umgekehrte Zeichen zu lesen, als etwas Anmaßendes gegenüber der Not, kann ich nicht sagen. Man reagiert manchmal etwas gegenläufig in dieser Zeit.
Im Moment bin ich an Stempelbildern dran, für ein Projekt mit zwei Kollegen. So verwendete ich die Worte auf zwei größeren Bildern auf von mir unbehandeltem Papier, sehr klein gestempelt, sozusagen zurecht verkleinert im mir angemessen scheinenden Maßstab, wie man es hier sehen kann …